Wissenssammlung

Bodenstruktur

Maisstrohkalkung zur Verhinderung der Schimmelbildung

Durch die Maisstrohkalkung konnte ein Schimmelbefall generell verhindert werden. Die Verrottung und Zersetzung der Erntereste wurde von allen Kalkarten beschleunigt. Die Mischkalkparzelle wies die deutlich beste Maisstrohrotte und den höchsten Zersetzungsgrad auf. Die Empfehlungen zur Förderung der Maisstrohrotte sollten in Abhängigkeit des pH-Wertes und der Bodenstruktur im Bereich von 800 – 1200 kg CaO/ha liegen. Bei stark sauren Böden bei 1500 kg CaO/ha. Zur reinen Hygienisierung bzw. Verhinderung der Schimmelbildung sind 500 kg CaO/ha als Branntkalk ausreichend. Zur Maisstrohkalkung eignen sich ausschließlich mehlfeine Kalke. Eine vollflächige Benetzung der Erntereste ist unbedingt erforderlich.
erstellt von Johannes Kamptner am 3.11.2016

Änderung der Regenwasserinfiltration durch Vorsaatkalkung mit Branntkalk

Im Rahmen des vorliegenden Kleinversuches konnten bei den untersuchten Betrieben positive Veränderungen in der Bodenchemie festgestellt werden. Das Boden pH nahm zu, die potentielle Säure wurde vermindert, die effektive Austauschkapazität (Speichervermögen für Nährstoffe) erhöht. Die Messungen der Infiltration und Wasserspannungs/Wassergehalt Charakteristik beim Betrieb in SUBEN ließen einen Trend der Verbesserung des Wasserhaushaltes in der applizierten Fläche erkennen. Das Ausbringen von Branntkalk erfolgt meist bei hoher Wassersättigung des Bodens (Herbst/Frühjahr), der Kalk wird rasch gelöscht und reagiert schnell und die Bodenfeuchte nimmt ab. Vor allem in der obersten Bodenschicht wird die Aggregatstabilität und somit die Ausbildung der Grobporen gefördert und verbessert.
erstellt von Johannes Kamptner am 25.4.2016