Bodenfruchtbarkeit

Bodenentwicklung

Bodenentwicklung

Böden unterliegen einer natürlichen Entwicklung die je nach Ausgangs- und Umweltbedingungen schneller oder langsamer erfolgen kann. Die Fruchtbarkeit der Böden nimmt von ihrer Entstehung an mit fortlaufender Zeit grundsätzlich zu. Durch die Verwitterung der Ausgangsgesteine, der Bildung der Tonmineralien und der Bildung von Oxyden und Hydroxyden steigen die Nährstoff- und Wasserspeicherfähigkeit der Böden an. Das Bodenleben und der Pflanzenbewuchs bilden organische Substanz (auch als Humus bezeichnet) und stabilisieren diese in Ton-Humus-Komplexen was zu einer weiteren Steigerung der Bodenfruchtbarkeit führt. Unter natürlichen Bedingungen bildet sich ein Boden mit einer standortspezifischen Bodenfruchtbarkeit aus, die über lange Zeit annähernd stabil bleibt. Durch das Eingreifen des Menschen und der Etablierung des Ackerbaus und der Viehzucht hat sich die Bodenbildung und –entwicklung deutlich verändert. Je nach Art und Weise der Bewirtschaftung kann die Bodenfruchtbarkeit ab oder zu nehmen. Dies geschieht mitunter auch sehr rasch innerhalb weniger Jahren. Ziel einer dauerhaften Bodenkultivierung ist der Erhalt oder die Steigerung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit. Ist diese natürliche Fruchtbarkeit verloren gegangen können Maßnahmen die gezielt eingesetzt werden diese wieder aufzubauen. Das Ziel eines jeden Bodenbewirtschafters muss sein bei maximalen Ernteerträgen die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten oder zu verbessern. Ein langfristig orientiertes Denken und Handel ist dafür die Grundvoraussetzung.